Verstehen, was hinter dem Verhalten steckt.
Stärken erkennen. Alltag gemeinsam erleichtern.
Kinder mit ADHS erleben ihren Alltag oft intensiver und herausfordernder. Was von außen manchmal wie Unruhe, Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit, impulsives Verhalten oder „Nicht-Wollen“ aussieht, kann
für das Kind selbst mit großer Anstrengung verbunden sein.
Dabei zeigt sich ADHS nicht bei jedem Kind gleich. Manche Kinder sind sehr aktiv und impulsiv, andere wirken eher verträumt, zurückhaltend oder gedanklich weit weg. Und viele bewegen
sich irgendwo dazwischen.
Mir ist wichtig, nicht nur zu fragen:
„Warum macht das Kind das?“
sondern vielmehr:
„Was steckt dahinter – und was braucht dieses Kind, damit es seinen Alltag besser bewältigen kann?“
Jedes Kind darf in seiner Individualität gesehen werden – mit seinen Herausforderungen, aber genauso mit seinen Fähigkeiten und Stärken.
Wie kann sich ADHS bei Kindern im Alltag zeigen?
ADHS kann bei Kindern ganz unterschiedlich sichtbar werden. Manche Herausforderungen fallen sofort auf, andere sind weniger offensichtlich.
Zum Beispiel kann es einem Kind schwerfallen,
• bei einer Sache zu bleiben oder Aufgaben zu Ende zu bringen,
• Anweisungen aufzunehmen und mehrere Schritte im Kopf zu behalten,
• Impulse abzuwarten oder sich in bestimmten Situationen zu bremsen,
• Übergänge und Veränderungen gut zu bewältigen,
• mit Frust und starken Gefühlen umzugehen,
• sich selbst zu organisieren oder Dinge nicht ständig zu vergessen,
• bei vielen Reizen konzentriert und reguliert zu bleiben.
Manche Kinder wirken dabei sehr lebhaft, laut oder impulsiv. Andere ziehen sich eher zurück, träumen, wirken langsam oder sind schnell erschöpft.
Wichtig ist: Nicht jedes dieser Verhaltensweisen bedeutet automatisch ADHS. Entscheidend ist immer das Gesamtbild und eine fachgerechte Diagnostik.
Was hinter dem Verhalten liegen kann
Ein Kind, das nicht beginnt, will nicht unbedingt nicht.
Ein Kind, das nicht zuhört, ignoriert nicht unbedingt.
Ein Kind, das plötzlich sehr emotional reagiert, möchte nicht unbedingt provozieren.
Manchmal ist die eigentliche Frage:
„Was macht es dem Kind gerade schwer?“
Stärken sehen und Selbstvertrauen fördern
Kinder mit ADHS erleben im Alltag häufig, dass sie korrigiert werden, etwas vergessen, zu langsam oder zu schnell sind oder scheinbar „nicht richtig“ funktionieren.
Umso wichtiger ist es, den Blick auch auf das zu richten, was das Kind kann und was in ihm steckt.
Manche Kinder mit ADHS zeigen zum Beispiel viel Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Ideenreichtum, Neugier oder ein besonderes Gespür für andere. Welche Stärken ein Kind mitbringt, ist dabei genauso
individuell wie seine Herausforderungen.
Mir ist wichtig, dass ein Kind nicht das Gefühl bekommt:
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Sondern lernen darf:
„Ich darf verstehen, wie ich funktioniere – und herausfinden, was mir hilft.“
Selbstvertrauen wächst, wenn ein Kind …
• seine eigenen Stärken entdecken darf,
• Erfolgserlebnisse sammeln kann,
• nicht ständig mit anderen verglichen wird,
• seine Bedürfnisse besser verstehen lernt,
• Unterstützung bekommt, ohne sich dafür falsch fühlen zu müssen.
Ein Kind ist immer mehr als seine Schwierigkeiten – und auch mehr als seine ADHS-Diagnose.
So begleite ich dein Kind
In meiner Begleitung bekommt dein Kind einen geschützten Raum, in dem es nicht funktionieren oder sich anpassen muss, sondern sich selbst besser kennenlernen darf.
Gemeinsam schauen wir, was im Alltag schwerfällt, was hinter bestimmten Situationen stecken kann und welche Möglichkeiten dem Kind helfen können, besser mit seinen individuellen Herausforderungen
umzugehen.
Je nach Alter, Persönlichkeit und Bedarf können dabei unterschiedliche Schwerpunkte im Mittelpunkt stehen:
ADHS verstehen
Kindgerecht verstehen, warum manches leichter und anderes schwieriger fällt.
Selbstwahrnehmung & Regulation
Eigene Gefühle, Bedürfnisse, Anspannung und Überforderung früher wahrnehmen und Möglichkeiten kennenlernen, damit umzugehen.
Struktur & Alltag
Individuelle Strategien für Aufgaben, Übergänge, Routinen, Konzentration und Organisation entwickeln.
Stärken & Selbstvertrauen
Eigene Fähigkeiten entdecken, Erfolgserlebnisse ermöglichen und den Blick weg vom ständigen „Das klappt nicht“ lenken.
Entspannung & Körperwahrnehmung
Je nach Kind können auch Bewegung, Entspannung, Atemübungen oder Elemente aus Yoga und Achtsamkeit einfließen.
Kein festes Programm für jedes Kind
Nicht jedes Kind braucht dasselbe.
Deshalb steht für mich nicht eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern das einzelne Kind:
Was braucht es gerade? Was passt zu ihm? Und was lässt sich auch im Alltag wirklich umsetzen?
Gemeinsam geht vieles leichter
Kinder leben nicht losgelöst von ihrem Umfeld. Deshalb kann es hilfreich sein, auch die Eltern in die Begleitung einzubeziehen.
Dabei geht es nicht darum, Erziehung zu bewerten oder nach Fehlern zu suchen. Vielmehr schauen wir gemeinsam:
• Was führt im Alltag immer wieder zu schwierigen Situationen?
• Was braucht das Kind in diesen Momenten?
• Wo können Strukturen und Abläufe entlasten?
• Wie können Eltern ihr Kind unterstützen, ohne dabei die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren?
Oft verändert sich bereits etwas, wenn Verhalten anders verstanden und eingeordnet werden kann.
Weniger tägliche Kämpfe. Mehr Verständnis füreinander. Mehr Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen.
Mehr für Eltern & Familien
Passt meine Begleitung zu deinem Kind?
Jedes Kind und jede Familie bringt eine eigene Geschichte und unterschiedliche Bedürfnisse mit. Deshalb schauen wir zunächst gemeinsam, wobei gerade Unterstützung gewünscht wird und ob mein
Angebot zu euch passt.
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Meine Angebote sind pädagogisch, beratend und alltagsorientiert und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik oder Behandlung.
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