Verstehen, was gerade passiert.
Eigene Stärken entdecken. Selbstständigkeit entwickeln.
Die Jugendzeit bringt ohnehin viele Veränderungen mit sich. Schule, Freundschaften, Erwartungen, zunehmende Verantwortung, die eigene Identität und der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit können
herausfordernd sein. Mit ADHS können manche dieser Anforderungen zusätzlich Kraft kosten.
Dabei verändert sich ADHS mit dem Älterwerden. Eine starke äußere Unruhe kann weniger auffällig werden, während zum Beispiel innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit,
Schwierigkeiten mit Organisation, Motivation oder starken Emotionen stärker in den Vordergrund rücken können.
Gerade Jugendliche erleben dabei häufig Rückmeldungen wie:
„Du musst dich einfach mehr anstrengen.“
„Du könntest doch, wenn du nur wolltest.“
„Warum bekommst du das nicht endlich hin?“
Doch hinter einem Verhalten steckt nicht immer fehlender Wille.
Mir ist wichtig, gemeinsam zu schauen:
„Was macht es gerade schwer – und was braucht dieser junge Mensch, um seinen eigenen Weg zu finden?“
Jugendliche sollen ihre ADHS nicht als etwas erleben, das sie nur einschränkt. Sie dürfen lernen, sich selbst besser zu verstehen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, eigene Strategien zu
entwickeln und ihre Stärken zu erkennen.
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